ZIRKUS VERZAUBERT die Bodensees-Schule

1,2,3 Bühne frei!

Bild:ZirkusIn der Bodensee-Schule verzauberte mal wieder die alljährliche Zirkusprojektwoche im Januar eine große Zuschauerschar.
Über hundert Schüler von Klasse 3 bis 8, die sich zu Beginn des Schuljahres für die Freizeitgruppe Zirkus, Clownerie oder Tanz entschieden hatten, trainierten gemeinsam für ein großes Ziel: Die Präsentation ihres Könnens in fünf Vorführungen. Geladen waren über 300 Kindergartenkinder aus dem Bodenseekreis, die Eltern und Familien der jungen Artisten, Klassenkameraden und andere Freizeitgruppen mit ihren Lehrern.

Bild:ZirkusSeit September lernten die jungen Künstler die ganze Bandbreite der Zirkustechniken kennen und wählten ihren Schwerpunkt. Die große Vielfalt der Zirkustechniken ermöglichte jedem, seinen Platz zu finden: Als Jongleur, Akrobat, Kugel- oder Walzenläufer, Devilstick, Poi- oder Diabolo-Spieler, Luftartist, Clown oder eine Kombination aus mehreren Techniken. Alle Variationen sind denkbar.

So zeigten sich die Artisten in der Manege mal poetisch, mal cool, mal witzig, mal virtuos und überraschend. Warum nicht nach einem Diabolotrick noch geschwind einen Salto auf der Weichbodenmatte springen? Oder mit dem zugeworfenen Reif eine Hula-Hoop-Einlage präsentieren? Die Arme schwingen den Poi, während die flinken Füße auf den Walzen balancieren. „James Bond“ kommt mit einem Diabolo daher, die „Blue-Man-Group“ mit Devilsticks. Elfen, Zwerge, Fabelwesen - auch eine große Vielfalt an Inszenierungen und Gestaltungsmöglichkeiten war sichtbar.

Bild:ZirkusIn dieser besonderen Woche ließen sich die jungen Menschen auf eine neue, meist altersgemischte Gruppe ein, um eine gemeinsame Nummer für den großen Auftritt zu gestalten und einzustudieren. Dabei erweiterten sie ihre Fähigkeiten. Doch nicht nur die teilnehmenden Artisten sind altersgemischt und bringen die größtmögliche Vielfalt mit, sondern vor allem das Team der Trainer, Ideengeber und Anleiter.

Bild:ZirkusDie Zirkusprojektwoche ist eine Kooperation der Bodensee-Schule und der Zirkusakademie, die dieses Jahr eine Gastreferentin eingeladen hat: Die junge Französin Maya Peckstein, ein professionelle Artistin der „Companie Me&Us“ und Absolventin der Zirkusschule Rotterdam, konnte extra für dieses Projekt gewonnen werden. So ganz nebenher bekamen die Kinder und Jugendlichen nun auch noch ein Sprachbad in Englisch, was zwangsläufig Unterrichtssprache war. Außer ihr teamten Mitarbeiter der Zirkusakademie, Lehrer, Erzieher, eine junge Absolventin der Sporthochschule Köln und auch - und darüber sind wir besonders stolz: Schüler der Klasse 8 und 9. Ganz besonderes Lob gilt den sechs Neuntklässlerinnen, die das Thema „Zirkus“ als Jahresarbeit gewählt haben. Sie leiteten selbstständig eine Gruppe und erarbeiteten gemeinsam mit ihren kleinen Artisten eine Nummer. Sie betreuten die ihnen anvertrauten Kinder vor und hinter den Kulissen, in einem Fall sogar mit live Musik am Klavier, während die Mädchen an zwei Artistikringen das Erlernte im Rampenlicht präsentierten.

Bild:ZirkusSelbst die beiden Techniker für Ton und Licht sind Schüler der Klasse 7 und 8. Eben saßen sie noch am Mischpult, schon stehen sie selbst in der roten Manege mit Diabolo und Jonglierbällen. Die Jungteamer machten in dieser Woche unglaublich wertvolle Erfahrungen. Sie wuchsen über sich hinaus. Die Jugendlichen waren vor wenigen Jahren noch selbst in der Zirkus-FG, nun werden sie von den Jüngeren als Vorbilder bewundert. Kleine Kinder lernten von großen Kindern! Und genau dadurch gewannen die jungen Menschen bedeutend an Selbstvertrauen.

Die jungen Erwachsenen, die das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) an der Bodensee-Schule absolvieren, kümmerten sich um die Kinder, die gerade auf ihren Auftritt warteten. Immerhin gab es über hundert Artisten und es ist immer nur eine Gruppe in der Manege zu sehen. So erlebten alle Teilnehmer dieses Projekts unvermeidlich das Zauberwort „gemeinsam“. Sie lernten in und mit der Gruppe, in und mit der Gemeinschaft: Ich bin wichtig für das Ganze - das Ganze ist wichtig für mich! Nur wenn bei solch einem Projekt jeder Einzelne sein Potential erleben und zeigen darf, tritt der Zauber einer ganzen Zirkusgruppe hervor und wird für jeden spürbar.

Bild:ZirkusUnd genau darauf sind alle Beteiligten nach den fünf Vorführungen mindestens so stolz, wie auf das sichtbar Geleistete: Wenn Kinder von Kindern lernen, wenn sich die Jugendlichen um Jüngere kümmern, wenn fachliche und soziale Kompetenzen der Heranwachsenden hervortreten - dann VERZAUBERT ZIRKUS!



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