Reiner Anwander zeigt Malerei und Skulptur

Der Künstler stellt seine Werke bis Februar 2018 in der Bodensee-Schule St. Martin aus. Dort ist er auch Kunstlehrer.

Bild:KunstausstellungDer Südkurier schreibt:
Reiner Anwander (links) erläutert seine Werke Besuchern der Vernissage in der Bodensee-Schule. Im Vordergrund "Fluchtwege" und "Vision". Bild: Philipp Sitte | Bild: Philipp Sitte
Bildhauer Reiner Anwander zeigt in der Bodensee-Schule derzeit vor allem seine neuere Malerei. Ein präzises Gefüge, geradezu eine Obsession zur Struktur, lassen seine Werke erkennen. Dies wird betont durch die meist leuchtenden und kräftigen Acrylfarben. Dabei mischt sich Gegenständliches mit Abstraktem.

Häufig arbeitet der Hosskircher Künstler in Bildpaaren, was den Effekt seiner Ideen forciert. Zu erleben ist dies bei "Vision" und "Fluchtwege": Es ist abstrakte Malerei mit bestechender Prägnanz. Zeigt sich bei "Vision" noch die Andeutung eines ungeraden Pfades, sind bei "Fluchtwege" zwei direkte Linien offensichtlich. Eine verliert sich, die andere kann als Ausweg interpretiert werden.
Konkreter präsentiert sich die "Leere Stadt". Augenfällig zuzuordnen ist das Design der Gebäude. Die Farbenfreude mag in der Phantasie Leuchtreklamen widerspiegeln. Und doch fehlen die Menschen. Modern, mit eindeutigen Formen und Linien, geradezu puristisch, wirkt das Pendant "Turm/Campanile". Durch Italienaufenthalte angeregt erscheint auch "Colosseum". Hier arbeitet Anwander mit verlaufenden Acrylfarben, dennoch ermöglicht das komplexe Werk eine Zuordnung.

Bild:KunstausstellungReiner Anwander zeigt in der Bodensee-Schule einen Ausschnitt seines Schaffens. Rechts im Bild die Skulptur "Transformator". Bild: Philipp Sitte | Bild: Philipp Sitte

Nur zwei der 18 Werke sind Skulpturen. Reiner Anwander, der sich als "malender Bildhauer" bezeichnet, findet die Objekte für seine Skulpturen, meist Eichenbalken, überwiegend in Abbruchhäusern. Behutsam geht er bei "Transformator" mit der 300 Jahre alten Arbeit eines Zimmermanns um. Die gehauenen Oberflächen knüpfen an das Vorgefundene an, trotzdem entstehen neue Räume und Elemente.
Seine Kleinplastiken, teilweise aus afrikanischen Souvenirs fortgeführt, können nur bei der Weihnachtsfeier der Bodensee-Schule betrachtet werden – am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium der Bodensee-Schule ist Anwander Kunstlehrer. Bis Februar 2018 sind seine Arbeiten zu sehen. Die bei der Vernissage am vergangenen Freitag anwesenden Schüler sind der Meinung, die Werke sollten länger hängen.

Bild:Kunstausstellung



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