Bis zu den Sternen und noch viel höher!

Ein Flug durchs Weltall ist das Thema der diesjährigen Zirkus-Projektwoche an der Bodensee-Schule

Bild:ZirkusprojektIn der Bodensee-Schule verfliegt die Zeit wie im Flug! Artisten aus den Klassen 3 bis 8 machen sich einfallsreich auf eine besondere Reise vom Mond durchs Weltall. Die Artisten aus sechs Klassenstufen fliegen vorbei an Planeten, Satelliten und Außerirdischen mit seltsamem Aussehen und merkwürdigen Bewegungen.


Bild:ZirkusprojektDie eingeladenen Gäste sind Kindergartenkinder aus dem gesamten Bodenseekreis. Außerdem sind auch Mitschüler, Eltern und Großeltern unter den Zuschauern. Allesamt, ob Groß ob Klein, staunen sie über die Höhenflüge der Zirkus-Astronauten und über die liebevolle Inszenierung.

Bild:ZirkusprojektSeit Beginn des neuen Schuljahres nehmen die jungen Artisten alle an den Freizeitgruppen Zirkus der unterschiedlichen Jahrgänge teil. So können sie mehrere Monate lang verschiedene Zirkustechniken kennenlernen und üben. Vor der Projektwoche entscheidet sich dann jedes Kind für eine Technik. Es trifft seine Wahl: Sei es die Jonglage von Bällen und Keulen, die Clownerie, das Spiel mit Diabolo, Poi, Devilstick und Stab, oder das Laufen auf Walzen und Kugeln. Auch das ganze Repertoire der Luftartistik ist dabei: Trapez, Vertikaltuch und Ring. Hier kann jeder „sein Ding“ finden, seine Spezialität!
Mit dieser Entscheidung kommt das Zirkuskind nun zur Projektwoche und trainiert in einer neuen, altersgemischten Gruppe. Gemeinsam wird eine Nummer für das Programm erarbeitet, an ihr geschliffen und diese fantasievoll und kindgerecht ausgestaltet. Motto: Weltraum!

Bild:Zirkusprojekt„Zehn, neun, acht,....null“- der Countdown läuft - die ganze Zuschauerschar zählt rückwärts mit: Die kleine blaue Rakete startet! Darin sitzt Clownin Dagina und ihr tierischer Begleiter Daggo! Gezogen wird die Rakete von zwei weiteren Clowns! Den Antrieb spielen Walzenläufer, sie schwingen feuerähnliche Pois und bringen die blinkende Rakete in die Mitte der Manege.

Von dort aus wird die gesamte Zirkuswelt bereist. Riesige Laufkugeln umkreisen das Raumschiff: Es sind die Riesenplaneten unseres Sonnensystems: Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Aber auch Venus und Merkur, die „Kleineren“ sind dabei. Ein Kugelläufer erzählt sogar, er sei ein noch unerforschter Planet und freut sich darüber. Flink und gekonnt laufen die Füße über die Laufkugeln, die Arme schwingen Pois, die an Kometen erinnern. Unser Heimatplanet Erde wird als Ball durchs All geworfen. Schon das Eröffnungsbild ist wunderschön und vielversprechend!

Bild:ZirkusprojektDie Reise durchs Universum geht weiter...längst sind alle Zuschauer gedanklich dabei und gefangen vom Zauber der funkelnden Sterne auf schwarzem Vorhangstoff. Die beiden Reisenden treffen auf die seltsamsten Gestalten, alle präsentieren sich mit großartigen Kunststücken.

Bild:ZirkusprojektWesen bewegen sich in Reifen vorwärts, um dann an drei in der Luft hängenden Ringen gleichzeitig zu turnen. In sonnengelben Tüchern, die von der Decke bis zum Boden hängen, wickeln sich die vier Artistinnen weit nach oben, um sich dann spektakulär herunter rollen zu lassen: schnell und überraschend, elegant und graziös. Clownin Dagina, Daggo und alle Zuschauer applaudieren. An zwei Trapezen sind es gleich zwölf Außerirdische, die sich gekonnt in luftiger Höhe verbiegen. Ihre Fühler wackeln bei ihrem ruckartigen, trippelnden Gang. Roboterähnliche Figuren lassen Devil Sticks und Stäbe fliegen. Ein anderer Artist jongliert in scheinbarer Schwerelosigkeit. Gegen Ende der Reise wird es dunkel in der Manege - selbst der Sternenhimmel scheint verschwunden. Ein Leuchtpoi- Duo malt farbige Kreise, Kurven, Achten in das Schwarz. Das Finale ist erreicht.


Bild:ZirkusprojektWen wundert es, wenn die Reisenden am Schluss feststellen, dass sie nicht mehr zurück zum Mond möchten. Hier sind sie am Ziel: inmitten der farbenfrohen Manege! „Hier wollen wir bleiben, hier ist es am Schönsten!“ So die Schlussworte der Clownin und Astronautin in der kleinen blauen Rakete.


Bild:ZirkusprojektIn fünf Vorführungen an zwei Tagen konnte die „Reise durchs Weltall“ bestaunt, beklatscht und gelobt werden.

Bild:ZirkusprojektWie ist so etwas in nur wenigen Tagen möglich?

Das Universum in all seiner Farben- und Formenvielfalt spiegelt sich in der altersgemischten Artistenschar aus verschiedenen Klassenstufen wieder und ebenso auch in dem buntgemischten Leitungsteam: Es setzt sich aus erfahrenen Zirkuspädagogen, Lehrern und Erziehern zusammen. Dazu kommt eine Absolventin der Deutschen Sporthochschule Köln, die ihre Erfahrungen aus der Zirkusakademie mitbringt, und eine junge Mitarbeiterin, die zurzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Schule absolviert. Letztes Schuljahr war sie noch mit dem Abitur beschäftigt und nun wirkt sie mit inmitten der Zirkus- und Kinderwelt!

Bild:ZirkusprojektEin Neuntklässler, der „Zirkus“ als Jahresarbeit gewählt hat, leitet die kleine Jonglage-Gruppe. Und auch fünf Schülerinnen aus Klasse 7 und 8 betreuen selbständig eine Artistengruppe. Diese jugendlichen Teamer beeindrucken in dieser Woche auf ganz besondere Weise: Mit großem Einfühlungsvermögen für die Freuden und Sorgen der kleinen Artisten meistern sie ihre verantwortungsvolle Aufgabe. Und scheinbar nebenher entwickeln sie noch ihren eigenen Auftritt: Pantomimisch spielen sie eine ungewollte Raumschiff-Landung: Eine Jonglage mit Hockern, die eben noch Lenkrad, dann Sitzgelegenheit sind. Die fliegenden Keulen, die in einer Choreografie geschwungen und jongliert werden, dienen plötzlich als Werkzeug für das beschädigte Raumschiff.

Bild:ZirkusprojektAll das entsteht aus Fantasie und davon gibt es im Manegentheater jede Menge zu sehen!
Auch während der Vorstellungen ist auf die fünf Schülerinnen Verlass: jeder Handgriff sitzt. Sie tragen Matten rein und raus, lassen Ringe, Trapeze und Tücher herunter, ziehen sie wieder hoch und ermutigen und loben die jüngeren Artisten. Hier und da noch eine Hilfestellung und ein beruhigendes Wort für ein aufgeregtes Kind. Nachdem sie letztes Jahr selbst noch ein teilnehmendes Kind waren, können sie in dieser Projektwoche eine neue Seite des Zirkus und vor allem an sich selbst kennenlernen. Sie sind ein wichtiger Teil des Vorbereitungsteams!

Bild:ZirkusprojektStart, Flug und Landung sind geglückt. Viel gearbeitet, viel erlebt, viel gesehen, viel erfahren und auch viel Applaus empfangen und genossen. Im Weltall und im Zirkus gibt es von allem unendlich viel! Und auch viel Selbstbewusstsein! Sich seiner selbst bewusst sein - ein einwöchiger Flug durch die Zirkuswelt macht es möglich! Schon dafür hat sich der Höhenflug zu den Sternen für alle gelohnt!



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Online gestellt von: Frau Evelyn Löscher

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