Martinusfest an der Bodensee-Schule St. Martin

Bild:St. MartinDen halben Mantel gab Martin von Tours einem frierenden Bettler, seit dem 4. Jahrhundert wird dieser Tat gedacht am 11. November.

Wir die Bodensee-Schule St. Martin in Friedrichshafen feiern an diesem Tag unseren Namenspatron. Wir begehen ganz bewusst das Martinsfest und kein Laternen- oder Lichterfest.

Von Klasse 1 bis 13 wird im Morgenkreis am Martinstag das Ritual der Mantelteilung in die aktuellen Glaubensräume der Kinder und Jugendlichen in den Blick genommen. Vieles hat sich seit dem 4. Jahrhundert geändert – Martin bleibt ein faszinierendes Glaubensbeispiel der Nächstenliebe.
Martin ist bis in den heutigen Tag populär, der Soldatensohn, der in den Fußstapfen seines Vaters Soldat wird, der sehr früh schon Christ wurde und in seinem Leben auch als Soldat schon christlich lebte und handelte. Martin wurde „asketischer Mönch“, dies war damals eine sehr befremdliche Form des christlichen Glaubens.

Martinstag feiern beinhaltet auch den Schultag in der Grundschule mit dem Abschlusskreis besiegeln und Brot miteinander brechen und teilen. Nach diesem Ritual ziehen die Kinder mit Laternen zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern innerhalb der jahrgangsgemischten Klassengemeinschaft hinaus in den mittlerweile dunklen Schulhof und alle 415 GrundschülerInnen feiern zusammen mit ihren Familien und Herrn Dekan Bernd Herbinger eine Wortfeier, bei der natürlich Martin hoch zu Ross und der Bettler dabei sind. Im Anschluss an die Wortfeier ziehen die Kinder singend mit ihren Laternen um die Schule, um symbolisch das Licht in die Welt zu bringen. Das Licht, das die Dunkelheit bricht und nicht nur physikalische Helligkeit bringt sondern hier das Laternenlicht symbolisch die christliche Nächstenliebe verkörpert und die theologische Lichtsymbolik: Christus selbst – ich bin das Licht der Welt.

Die Bodensee-Schule St. Martin feiert am 11.November das Martinusfest, das Fest des ersten Heiligen, der kein Märtyrer war.

Mut, Stärke, Teilen und Gewaltlosigkeit sind Schwerpunkte, die Martin vorgelebt hat.
Mutig ritt Martin durch das Stadttor, begleitet von anderen Soldaten. In der Kälte kauerten hier Arme, Bettler und Kranke. Damit wollten Soldaten nichts zu tun haben. Sie reiten schnell weiter.
Aber Martin hielt an. Er war bereit, etwas zu tun, was andere nicht machen. Martin teilte, er gab seinen halben Mantel ab. Ein gutes Leben miteinander in unserer globalen Welt ist nur möglich, wenn soziale Gerechtigkeit herrscht.

Martin blieb seiner Haltung treu. Er gab einen Teil seines Mantels einem Bettler und reagierte nicht auf die Bemerkungen der anderen Soldaten. Er gab sogar seinen Beruf als Soldat auf und wurde Priester. Martin war mutig und stark.
Von nun an kämpfte er gewaltfrei gegen Armut und Unrecht.
Kinder bei uns lernen heute mit Konflikten friedlich umzugehen. „Wenn du was nicht möchtest, dann schlag nicht einfach zu. Sag deutlich NEIN und mach eine abwehrende Geste.“

Dazu gehört sehr viel innere Stärke und sehr viel Mut.
Kinder lernen einzustehen für die Gemeinschaft, lernen zu sprechen und diskutieren für eine christliche, gerechte Welt.
Martin hat es uns vorgemacht. Er ist also nicht nur ein Heiliger des Teilens.
Durch sein Leben setzte er Akzente, die heute so aktuell wie damals sind, er ist zu Recht das Vorbild der Schulgemeinde Bodensee-Schule St. Martin.

Bild:St. Martin



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Online gestellt von: Frau Evelyn Löscher

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