Schulsanitätsdienst (SSD)

Die Ausbildung zum Schulsanitäter findet im Rahmen einer Freizeitgruppe (FG) statt. Treffpunkt ist jeden Montagnachmittag für zwei Stunden.

Bild:Carolin und Bianca vom Schulsanitätsdienst (SSD)In diese FG kann sich jeder Schüler ab der siebten Klasse selbst bewerben. Durch ein Auswahlverfahren wird dann eine Gruppe von bis zu 15 Schülerinnen und Schülern zusammengestellt. Wir wünschen uns motivierte und hilfsbereite Schülerinnen und Schüler. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, welche Aufgaben der SSD hat. Dennoch haben wir zurzeit GROßE Nachwuchsprobleme!!!

Der Schulsanitätsdienst (SSD) wurde zum Schuljahr 1999/2000 grundlegend neu organisiert. Der Grund für die Neustrukturierung war die Idee, Schülern die Möglichkeit zu sozialem Handeln und fundiert erlernter Erster Hilfe am Mitmenschen zu übertragen. Die großen Hilfsorganisationen unterhalten seit Jahren Jugendgruppen, in denen die Kinder und Jugendliche an diese Kompetenzen herangeführt werden sollen.
Immer wieder kommt es im täglichen Schulbetrieb zu kleineren und manchmal auch größeren und ernsthaften Unfällen oder Verletzungen. Musste man zu früheren Zeiten den Rettungsdienst oder Notarzt manchmal auch „umsonst“, weil nicht nötig zur Schule rufen, so sind wir heute in der Lage, Situationen, in denen es zu Verletzungen oder gesundheitlichen Mangelerscheinungen kommt, besser einzuschätzen und Erste Hilfe sofort und effizient zu leisten.

An der Bodenseeschule kommt der SSD ohne die Mithilfe der Lehrer nicht aus. Das hängt mit dem Alter der Schüler zusammen. Ihnen können viele Aufgaben im sozialen und Erste – Hilfe - Bereich übertragen werden. Wenn es aber zu bedrohlicheren Zuständen bei Patienten kommt, dann sind an der Schule Ersthelfer für die weitere Versorgung zuständig. Dieses Team besteht aus zwei Lehrern, jeweils einer aus der Grund- und einer aus der Hauptschule. Sowie einer pädagogischen Mitarbeiterin aus dem Ganztages Bereich.

Leiter des SSD ist Rainer Heimgärtner, Lehrer im Hauptschulbereich der Bodensee-Schule, Ausbilder bei der Johanniter- Unfall-Hilfe und aktiv im Rettungsdienst der JUH tätig. Er bildet die Schulsanitäter aus, erstellt mit den Schülern zusammen die Dienstpläne und bildet das Bindeglied zwischen den Schülern im SSD und der Schulleitung.

Ausbildung

Seit Herbst 2007 werden bei den Johannitern die Ersthelfer bundesweit nach einem völlig neuem Ausbildungskonzept ausgebildet. Es löst die alte, oft ermüdende Erste-Hilfe-Ausbildung ab, in der sich der Ersthelfer viele Krankheitsbilder und Diagnosezeichen in den Kopf büffeln musste. Vorbei sind die Tage, in der stur Folie um Folie gelernt wurde und viel zu wenig in der Praxis geübt wurde.

Das neue Konzept geht völlig neue Wege. Schon die äußere Gestaltung ist ansprechend und motivierend. Die Teilnehmer werden wahlweise auf eine Schiffsreise, eine Bergtour oder eine Weltraumreise eingeladen. Bei der Schiffsreise beispielsweise fährt der „Kapitän“, der Ausbilder, mit den Teilnehmern auf sogenannte Erste-Hilfe-Inseln. Dort werden Schwerpunkte erarbeitet. Die Inseln tragen Namen wie z.B. Probleme im Kopf, Verletzungen, Probleme im Bauch. Auf den Inseln erfahren die Teilnehmer in kurzen Erzählungen, worum es geht. Sie können sich die Merkmale und Vorgehensweisen anhand von Signalen schnell merken und umsetzen. Mehrkanaliges Lernen erweitert die Merkfähigkeit. Dazu gehören Memorykarten, Spiele zur Ersten Hilfe, gestellte Praxisfälle, oder eigene Erfahrungen.


Das Konzept setzt auf Motivation und fördert das Hinschauen und gleichzeitig den Abbau von Barrieren, wenn um die Erste Hilfe am Notfallpatienten geht. So lernen die zukünftigen Ersthelfer, dass es einfach und sinnvoll ist zuzupacken, als wegzuschauen und vorbei zu gehen.

Auch die Schulsanitäter der Bodenseeschule werden seit diesem Schuljahr nach diesem neuen Konzept ausgebildet. Nach Warm-up´s zu Beginn der Stunde geht es umgehend an die Notfallsituation. Und immer, wenn eine Insel „abgearbeitet“ wurde, gibt es für jeden Schulsani einen kleinen Button, der in eine persönliche Tasche gesteckt wird. Auf den Buttons ist das jeweilige Inselsymbol abgebildet. Es dient den Schulsanis als Gedächtnishilfe.
Die Ergebnisse bei Notfallbesprechungen und Praxisfällen sind erstaunlich. Schon sehr bald können die Schulsanis ihr Wissen mit diesen Buttons abrufen. Und irgendwann geht das Wissen ganz ins Gedächtnis über und dort bleibt es dann – hoffentlich für sehr lange Zeit.

Bild:Rainer Heimgärtner
Fragen zum Schulsanitätsdienst der Bodenseeschule St. Martin beantwortet Ihnen gern:

Leiter des SSD
Rainer Heimgärtner

Tel.: 07541-9216-0



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