Kerzen künden vom kommenden Licht

100 Schüler der Bodensee-Schule beim Rorate-Gottesdienst

Bild:RorateDie Schwäbische Zeitung schreibt:

„Es geschehen auch kleine Wunder“, hat Pfarrer Bernd Herbinger gesagt, als am Freitagmorgen um 6 Uhr mehr als 100 Kinder und Jugendliche aus der Bodensee-Schule zum Rorate in die Canisiuskirche gekommen waren – auch ein Zeichen dafür, dass das Interesse an diesen Messen deutlich zunimmt.

Der Advent ist in den katholischen Kirchen die Zeit der Roratemessen, traditionell früh am Morgen, manche Gemeinden laden auch am Abend ein. Immer aber finden die Gottesdienste im warmen Schein einer Vielzahl von Kerzen statt, Zeichen des Lichtes, das in die Welt kommen wird. Es sind Gottesdienste, die in der Zeit, die heute allzu sehr von Hektik und Kommerz bestimmt wird, bewusst in die Stille rufen zur Besinnung auf den Sinn des Advents, des Wartens auf die Ankunft des Herrn. „Rorate caeli desuper et nubes pluant justum“ lautet der sehnsuchtsvolle Text aus Jesaja, dessen Anfangswort der Messe ihren Namen gegeben hat. Als „Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken regnet ihn herab“, finden wir ihn wieder in einem der ältesten Adventslieder.

Inniger Gesang und Flötenspiel
In warmem Dämmerlicht lag auch die Canisiuskirche, Kerzen brannten in langer Reihe am Altar, in großer Zahl auf den Altarstufen und entlang der Bankreihen. Auch jeder Besucher hatte eine brennende Kerze vor sich. Eine kleine Gesangsgruppe aus dem Jungen Chor von St. Columban und aus der Bodensee-Schule, das Gesangsteam der „Kleinen Kirche“, begleitete die Messe mit innigem Gesang und Flötenspiel, Kantor Georg Hasenmüller spielte am Piano dazu.

Zu den zahlreichen Besuchern aus der Gemeinde waren an diesem Morgen die rund hundert Schüler der Bodensee-Schule mit ihren Lehrern gekommen – sie durften auch am anschließenden gemeinsamen Frühstück im Haus der Kirchlichen Dienste teilnehmen.

Pfarrer Herbinger ging in seiner Begrüßung auf den Regen ein, der draußen sanft und beständig fiel: Sanft und beständig sei auch Gottes Wirken und Heilen in der Welt. In seiner Predigt verwies er auf das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä, das die Kirche am 8. Dezember feiert, ein Fest, das wirke „wie aus der Zeit gefallen“ und doch ein schönes Zeichen für das Wirken Gottes sei. Als Sinnbild für Licht in der Dunkelheit sei Maria, die Gottes Sohn gebären sollte, ohne die Erbschuld in die Welt gekommen, als „Widerspruch Gottes gegen das, was wir Menschen aus der Schöpfung gemacht haben“, als Zeichen, dass Gott beschlossen habe, die Welt zu retten und zu heilen. Er wirke sanft, schaffe Raum, dass Neues entstehen kann, und ändere das Klima in unseren Herzen. Schon die morgendliche Besinnung in der Stille verändert den Einzelnen ein wenig, gibt ihm ein Zeichen der Hoffnung mit auf den Weg.



Link zum Artikel: http://www.bodensee-schule-st-martin.de?Page_ID=4&Article_ID=451

© Bodensee-Schule St. Martin Freie Katholische Grund- und Werkrealschule mit Sozialwissenschaftlichem Gymnasium 2018
Zeisigweg 1 | 88045 Friedrichshafen
Tel.: 07541 9216 0 | Fax.: 07541 9216 39 | mail@bodensee-schule.de
www.bodensee-schule-st-martin.de | www.sg-stmartin.de

design IruCom systems | Powered by IruCom WebCMS 8i