Bunte Hilfe für Ihube: Bodensee-Schüler unterstützen Schule in Nigeria

Bild:IhubeDer Südkurier schreibt:
Was für ein spannender Tag in der Bodensee-Schule St. Martin. Gestern Nachmittag trat ein mit Werkzeug und Werkstatteinrichtung beladener Lastwagen den Weg nach Hamburg an. Dort geht die Reise per Schiff weiter nach Afrika, ins nigerianische Ihube. Die Schüler sorgten durch ihre eigene Arbeit dafür, dass das Projekt umgesetzt werden konnte. Ein Tag mit viel Action, an dem sie im wahrsten Sinne des Wortes Hand anlegen und viel bewegen konnten.

Am Vormittag durften die Schüler noch ihren eigenen Handabdruck auf dem Lastwagen hinterlassen und ihn bunt gestalten. Die Stimmung auf dem Schulhof ist klasse. "Ich wähle die Farbe Blau für meinen Handabdruck, weil die so schön leuchtet. Es ist schön, Kindern helfen dürfen, denen es nicht so gut geht wie uns", freut sich die zehnjährige Natalie Wicker aus der Klasse 5c. Dass die Schüler beim Sammeln des Spendengeldes reichlich Fantasie zeigten, beweist der siebenjährige Lorin Clemens. "Ich habe Geschirr gespült und einmal sogar Spaghetti gekocht. Das war gar nicht schlimm", konstatiert er. "Gut gefühlt bei der Arbeit" hat sich auch der achtjährige Benedikt Kiechle. "Ich habe mir Geld verdient beim Unkraut zupfen im Garten und beim Kehren des Hofes", sagt er. Die siebenjährige Keyra Kayrel hat Papa geholfen, seine Werkstatt zu putzen. "Ich habe das gemacht, weil bei den Familien in Nigeria das Geld oft nicht reicht, und die Kinder ohne unsere Hilfe nicht zur Schule gehen könnten", sagt sie.

Bild:IhubeStrahlende Gesichter auch bei den Erwachsenen. "Die Werkzeuge, die man in Nigeria vor Ort kaufen kann, sind von schlechter Qualität und halten der tropischen Witterung nicht lange stand", erzählt Projektinitiator Andreas Glatz vom Ihube-Team. "Ich bin wirklich sehr froh, dass wir so viele regionale Handwerker, Betriebe und Werkzeugfirmen mit ins Boot holen konnten." Glücklich zeigt sich auch die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Jelittte-von Ow. "Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, dass Schüler unserer Partnerschule eine berufliche Zukunftschance – gerade auch handwerklichen Bereich – bekommen und sich damit ihre Existenzgrundlage sichern können.
Schulleiter Pfarrer Josephat Nwankwo hofft darauf, eine Berufsschule im dualem System nach deutschem Vorbild einrichten zu können."
Stolze 10 000 Euro werden für den Transport der Hilfsgüter benötigt. Dafür haben 500 Schüler der Bodensee-Schule mit dem Projekt "Eine Berufsschule für Ihube" insgesamt 5000 Euro an Spendengeldern erarbeitet. Weitere 5000 Euro, vor allem aber auch Sachleistungen von Handwerksbetrieben und Firmen aus dem Umkreis kamen hinzu. "Wir haben die kompletten Ausstattungen für das erste Lehrjahr von Schlossern, Maurern, Zimmerleuten und Schreinern zusammenbekommen – also Werkzeuge, Schränke und Werkbänke", freut sich Andreas Glatz. Um 14 Uhr wurde der Lastwagen mit den besten Wünschen von Schülern, Lehrern und Eltern verabschiedet.

Bild:IhubePartnerschaft mit Schule in Nigeria
Schon seit 2001 unterstützt die Bodensee-Schule Friedrichshafen die Partnerschule "Bethel Catholic Academy" in der nigerianischen Kleinstadt Ihube und pflegt auch den freundschaftlichen Kontakt zu Schulleiter Pfarrer Josephat Nwankwo, der in Deutschland studierte. Er ist in der Bodenseeregion kein Unbekannter, weil er im Sommer schon mehrfach in Tettnang-Laimnau die Urlaubsvertretung von Dekan Reinhard Hangst übernommen hat. Alle Schulklassen ermöglichen durch Patenschafen jeweils einem namentlich bekannten Kind den Schulbesuch in der Partnerschule. (ght)



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