Schulsanitäterausbildung trotz Corona weitergeführt

Durch die Schulschließung wurde die Ausbildung der Schulsanitäter an der Bodensee-Schule unterbrochen. Nach Bearbeitung über der Hälfte der Themen schien es fast unmöglich, die verlorene Zeit wieder einzuholen und die Ausbildung der jungen Schulsanis zu beenden.
Als die Abschlussklassen wieder in die Schule kommen durften, war nun eine Möglichkeit geschaffen worden. Zusammen mit der Schulleitung durften die angehenden Schulsanis in das Schulhaus, bzw. in den Ausbildungsraum im Technikhaus kommen, um ihre Ausbildung fortzusetzen.
Nun begann die Planung für die noch fehlenden Module. Wie soll die Ausbildung, die auch von der Nähe zum Patienten geprägt ist, aussehen?
Bild:Schulsanis

Alle Schulsani-Anwärter kamen an den angesetzten Tagen auf direktem Weg ins Technikhaus. Jeder hatte seinen festen Platz, den er auch nicht wechseln durfte. Die Abstände wurden festgelegt und konnten gut eingehalten werden. Wenn alle an ihren Plätzen saßen, durften die Masken abgenommen werden. Bei Partnerarbeiten durfte nur mit Maske gearbeitet werden. Bei anstrengenden Übungen, wie die Reanimation, musste mindestens einer im Team seine Maske tragen.
Die Hygienemaßnahmen mussten zwingend eingehalten werden. Das gelang problemlos.

Bild:Schulsanis

So starteten wir in die letzte Runde der Ausbildung.
Es galt, die noch fehlenden 13 Module der Ausbildung zu meistern. Wir trafen uns an den festgelegten Tagen immer um 8 Uhr im Technikhaus und arbeiteten dann mit einer Pause bis 12.15 Uhr durch.
Man muss hier auch wissen, dass die jungen Menschen diese Hürde freiwillig nehmen. Es ist ja kein Pflichtunterricht. Wir hatten jedoch immer den Kontakt zu den beteiligten Eltern. Sie genehmigten ausnahmslos die Weiterführung der Ausbildung für ihre Kinder. Hierfür bedanke ich mich sehr herzlich bei den Eltern, die uns so toll den Rücken stärkten.
Bild:Schulsanis

So konnten wir die restlichen Themen angehen. Ein wichtiger Termin war die Reanimation bewusstloser Menschen, die keine oder eine nicht normale Atmung haben.
Weil in Coronazeiten kein direkter Patientenkontakt bei der Beatmung stattfinden darf, wurden die Schulsanis, angelehnt an die Rettungsprofis, mit der Beatmung mittels Beatmungsbeutel und AED unterwiesen.
Bild:Schulsanis

Nach einer gründlichen Einführung wurden die künftigen Schulsanis Stück für Stück an die Reanimation unter neuen Bedingungen herangeführt. Hierzu konnte ich auch meine Frau, Iris Mildenberger, zur Unterstützung gewinnen. Mit ihrem Wissen aus der gerade abgeschlossenen Rettungsdienstausbildung, konnte sie uns mit den aktuellsten Informationen und Handlungsanweisungen unterstützen. Als Realschullehrerin gelang es ihr sofort, die jungen Menschen zu motivieren und gestaltete den Unterricht aktiv und ansprechend mit.
Bild:Schulsanis

Die Schulsanis hatten keine Probleme bei der Umsetzung der Reanimationsrichtlinien und den Einsatz eines AEDs anzuwenden. Für die Übungssequenzen durften die Schulsanis die Einmalhandschuhe weglassen. Im Ernstfall werden diese selbstverständlich getragen.

Nach drei Stunden hatten alle das Training und die Prüfung bestanden. Wohl wissend, dass die Reanimation immer wieder geübt werden muss, damit im Ernstfall möglichst alles reibungslos klappt.
Nun stehen noch die Abschlussprüfung in der Theorie an, aber auch da werden alle sicher durchkommen.

Vielen Dank an alle Eltern, die uns dies ermöglicht haben, der Schulleitung für ihre Unterstützung und natürlich euch Sanis, die ihr trotz Homeschooling an die Schule gekommen seid und gebüffelt habt.

Bild:Schulsanis

Die Bilder zeigen unsere zukünftigen Schulsanitäter im Unterricht und am Reanimationstag.



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Online gestellt von: Frau Evelyn Löscher

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