Erfahrungsbericht "Unterricht zu Hause"

Wie unsere Schüler*innen das Lernen zu Hause empfinden, könnt ihr hier einmal nachlesen. Vielen Dank für die ersten Beiträge.

Ab Dienstag läuft der Unterricht über Google Classroom.“
So heißt es schließlich auch für unsere Schule am 15. März. Die Schule schließt, vorläufig bis zum Ende der Osterferien. Homeschooling ist die neue Unterrichtsart.
Bevor unsere Schule aber dann endgültig die Türen schließt, haben am Montag alle Schüler die Möglichkeit, aus ihrem Spind notwendige Materialien zu holen. So sind alle ready für das Abenteuer, das gleich Dienstagmorgen startet.
Mails aller Lehrer prasseln ständig in seinen Gmail Account ein. Die Mails beinhalten einen Link, der zu Gruppen auf Google Classroom einlädt. Jedes Fach hat eine eigene Gruppe, in die der Fachlehrer seine Aufgaben und Unterlagen hochlädt. Die jeweiligen Aufgaben für das Fach an jenem Tag bekommt man einen Abend vorher. Wenn diese erledigt sind, lädt man sie mit einem Foto bei Google Classroom hoch, bis zu dem Abgabetermin, der vom Lehrer vorgegeben ist. Bei relevanten Gründen für das Nichteinhalten des Termins sagt man dem Lehrer eben schnell Bescheid.
Auch bei Fragen sind die Lehrer sehr hilfreich, antworten schnell und machen mit Tipps die Aufgabe besser lösbar. Meistens bekommt der Schüler später eine kurze Rückmeldung zu seinen Lösungen oder erhält Punkte.
Einmal wurde auch Google Hangouts benutzt, eine App zum Chatten. Durch einen Einladungslink kommen alle Schüler zum Chat und jeder kann Fragen stellen, Lösungen schicken, Tipps geben. Durch diesen Chat tauscht sich jeder mit jedem aus und ein digitales Gespräch entsteht.
Ein telefonisches Gespräch ist auch eingeplant: Der Mentor der Schüler ruft jede Woche einmal an, erkundigt sich, wie es ihm geht, motiviert ihn, heitert ihn auf. Ein schönes Gefühl, wenn man merkt, die Lehrer vergessen einen nicht.
Aber hat diese neue Lernart etwas Positives an sich oder ist es wirklich nur vorübergehend? Für mich waren die drei Wochen lernen zu Hause eine neue Erfahrung, auf die ich mich gefreut habe. Komplett auf sich allein gestellt sein und jede Aufgabe selber lösen, ohne seinen Sitzpartner um Hilfe bitten zu können. Dadurch musste ich stark in die Themen eintauchen und habe am Ende des Tages viel mitgenommen. Aber spätestens nach der zweiten Woche wurde es schwer, sich konzentriert und diszipliniert an den Schreibtisch zu setzen und ordentlich seine Aufgabe zu machen.
Deshalb war es gerade passend, dass die Ferien starteten. Jetzt bin ich gespannt auf die nächsten Unterrichtswochen – und wie sie wohl durchgeführt werden."

V.G.





"Die Zeit während der Schulschließung war für mich anfangs sehr angenehm, denn ich konnte entspannt alle Aufgaben und Zusammenfassungen, die ich für das Abitur brauche, erledigen. Wir haben sowieso nicht viele Aufgaben von den Lehrern bekommen, da wir uns auf das Abitur vorbereiten sollen. Aber trotzdem war es schwer, sich zusammenzureißen und etwas für die Schule zu machen, statt erstmal auszuschlafen! Die Begleitung durch die Lehrer war für mich super organisiert, denn jede Woche wurde einmal angerufen, um zu fragen, ob alles klappt und wie es uns geht. Auch durch die Schulleitung wurden wir regelmäßig informiert, was ich echt klasse fand. Vor allem weil wir dieses Jahr unser Abitur schreiben und alles immer wieder verschoben wird, finde ich es sehr beruhigend, dass wir immer sehr schnell auf den neuesten Stand gebracht werden. Zwischendurch habe ich mir aber auch gewünscht, mal wieder in die Schule zu gehen. Nicht nur, weil man endlich wieder alle sehen kann, sondern auch weil man mit seinen Freunden zusammen lernen könnte. Außerdem würde man wieder in einen strukturierten Alltag kommen und wüsste, was man mit der ganzen Zeit anfangen soll. Denn irgendwann fällt einem wirklich die Decke auf den Kopf. "

F.B.

"Es ist erstaunlich wie schnell, es zur Gewohnheit wird nicht mehr jeden Tag in die Schule zu gehen.Stattdessen muss man Aufträge von zu Hause aus erledigen und währenddessen sich auf das Abitur vorbereiten.
Unsere Lehrer und Lehrerinnen können wir gut telefonisch oder per E-Mail erreichen. Dadurch funktioniert das Lernen im Großen und Ganzen gut. Gut ist auch, dass unsere Schulleitung uns über die neuesten Informations auf dem Laufenden hält. Man hat den Eindruck, sich an die Lehrer und Lehrerinnen wenden zu können. Trotzdem fehlt der Unterricht, vor allem in den abiturrelevanten Fächern.
Wenn ich mit meinen Mitschüler und Mitschülerinnen rede, geht es vielen ähnlich: an dem einem Tag klappt alles wie am Schnürchen, man lernt gut, ist motiviert und an anderen Tagen fühlt man sich unmotiviert, bekommt nicht alles auf die Reihe und ist frustriert.
Ich freue mich, dass wir in zwei Wochen die Möglichkeit haben in den Unterricht zu gehen und wieder von “Angesicht zu Angesicht” uns austauschen, reden und lernen zu können. "


L.R.



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Online gestellt von: Frau Clara Tandler-Ziermann

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